Mit ihren integrierten Beschleunigern und Functional-Safety-Features sowie einer vereinheitlichten Softwareplattform unterstützen die hochintegrierten Prozessoren die Anforderungen ganzer Modellpaletten

 

DALLAS – Texas Instruments (TI) (NASDAQ: TXN) präsentierte heute die neue Prozessorplattform Jacinto™ 7. Gestützt auf das über Jahrzehnte erworbene System- und Functional-Safety-Know-how des Unternehmens auf dem Automobilsektor, bringt die neue Jacinto-Prozessorplattform erweiterte Deep-Learning-Fähigkeiten und fortschrittliche Vernetzungs-Features mit, mit denen sich die Design-Herausforderungen bei Fahrassistenzsystemen (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS) und Automotive-Gateway-Anwendungen bewältigen lassen.

07 Januar, 2020

Die beiden ersten Automotive-Bausteine der Plattform, nämlich die TDA4VM-Prozessoren für Fahrassistenzsysteme und die DRA829V-Prozessoren für Gatewaysysteme, enthalten spezielle chipintegrierte Beschleuniger zur Segmentierung und schnelleren Ausführung datenintensiver Aufgaben wie etwa Bildverarbeitung und Deep Learning. Darüber hinaus enthalten die TDA4VM- und DRA829V-Prozessoren einen Functional-Safety-Mikrocontroller, sodass OEMs (Original Equipment Manufacturers) und Tier-1-Zulieferer mit einem einzigen Chip sowohl sicherheitskritische, gemäß ASIL-D zu zertifizierende Aufgaben als auch Komfortfunktionen unterstützen können. Die Tatsache, dass beide Bausteine dieselbe Softwareplattform nutzen, verringert die Systemkomplexität und senkt die Kosten, da Entwickler ihre Software-Investitionen in mehreren Bereichen eines Fahrzeugs nutzen können. Weitere Informationen über die Jacinto-7-Prozessoren finden Sie auf http://www.ti.com/Jacinto7-pr-eu.

 

Verbesserte Umgebungswahrnehmung durch Fahrzeuge trotz knappem Energiebudget

Mithilfe von Kamera-, Radar- und Lidar-Daten hilft die ADAS-Technologie den Autos, ihre Umgebung wahrzunehmen und sich auf sie einzustellen. Aufgrund der Menge der in ein Fahrzeug einströmenden Informationen ist es notwendig, Prozessoren oder SoCs (Systems-on-Chip) für eine schnelle und effiziente, mehrstufige Verarbeitung in Echtzeit heranzuziehen, ohne dabei das Energiebudget des Systems zu sprengen. Da die neuen TI-Prozessoren anspruchsvolle ADAS-Operationen mit nur 5 bis 20 Watt Leistungsaufnahme verarbeiten, kommen sie ohne aktive Kühlung aus.

Der TDA4VM-Prozessor bietet chipintegrierte Analysefunktionen im Verbund mit der Vorverarbeitung von Sensorsignalen, was der Effizienz des Systems zugutekommt. OEMs und Tier-1-Zulieferer können somit Frontkamera-Anwendungen mit hochauflösenden 8-MP-Kameras unterstützen, um die Sichtweite zu steigern und  zusätzlich erweiterte Funktionen wie etwa Fahrassistenz anzubieten. Die TDA4VM-Prozessoren können außerdem gleichzeitig vier bis sechs 3-MP-Kameras unterstützen und gleichzeitig die Signale weiterer Sensorarten wie etwa Radar, Lidar oder Ultraschall auf einem Chip verarbeiten. Dank dieser Multilevel-Fähigkeit kann der TDA4VM als zentraler Prozessor für Fahrassistenzsysteme dienen und bringt zudem die kritischen Features für automatisches Einparken mit. Dazu gehören die Rundumsicht und die Bildverarbeitung für Displays, was die Wahrnehmungsfähigkeiten des Fahrzeugs über volle 360° hinweg aufwertet.

 

Schnellere Datenautobahn für das softwaredefinierte Auto

Der DRA829V-Prozessor stellt eine nahtlose Integration der Rechenfunktionen für moderne Fahrzeuge dar. Mit zunehmender Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnologie benötigen Automotive-Gateways einen flexiblen Prozessor, um mit den wachsenden Datenmengen zurecht zu kommen und die ständig steigenden Anforderungen für Autonomie und vermehrte Konnektivität zu erfüllen. Als erster Prozessor der Industrie verfügt der DRA829V über einen integrierten PCIe-Switch und enthält überdies einen TSN-fähigen Gigabit-Ethernet-Switch mit acht Ports, um die Voraussetzungen für schnellere, leistungsfähige Rechen- und Kommunikations-Funktionen im gesamten Auto zu schaffen.

In Verbindung mit der Fähigkeit zur Unterstützung von sicherheitskritischen ASIL-D-Operationen als auch von nicht sicherheitskritischen Aufgaben, geben diese Rechen- und Kommunikations-Funktionen OEMs und Tier-1-Zulieferern die Möglichkeit zur Unterstützung mehrerer, unterschiedlich kritischer Applikationen in ein und demselben Baustein. Die erhöhte chipinterne Bandbreite befähigt die Entwickler nicht zuletzt dazu, die Entwicklung und Validierung von Software in Fahrzeugen zu koordinieren, was sich in dynamischeren Updates und Upgrades niederschlägt.

 

Verfügbarkeit und Preise

Für den sofortigen Start können Entwickler die Jacinto 7 Processors Development Kits nutzen und auf TI.com die neuen Evaluation Module TDA4VMXEVM und DRA829VXEVM zum Preis von je 1.900,- US-Dollar erwerben. Vorserien-Exemplare der Prozessoren TDA4VM und DRA8329V sind ausschließlich bei TI zum Preis von 97,- US-Dollar (ab 1.000 Stück) erhältlich. Produktionsstückzahlen gibt es voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2020.

 

Zusätzlicher Design-Support für die Jacinto-Prozessoren der nächsten Generation

 

Über Texas Instruments

Von vernetzten Autos über intelligente Wohnhäuser bis zu selbstüberwachenden Gesundheitsprodukten und automatisierten Fabriken finden sich Produkte von Texas Instruments Incorporated (TI) (NASDAQ: TXN) in so gut wie allen Arten elektronischer Systeme. In mehr als 30 Ländern entwickeln, produzieren, prüfen und vertreiben wir analoge und eingebettete Halbleiterchips. Integrität, Innovation und Engagement als unsere zentralen Werte treiben unsere mehr als 30.000 Mitarbeiter auf der ganzen Welt Tag für Tag an, die Technologie der Zukunft zu gestalten. Weitere Informationen auf www.TI.com.

 

Marken

Jacinto ist eine Marke von Texas Instruments. Alle eingetragenen Marken und anderen Marken sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.